AbfallberaterIn des Jahres 2009 ausgezeichnet

ReVital OÖ

Die diesjährigen Preise zum/r AbfallberaterIn des Jahres gehen nach Wien, Oberöster-reich und Tirol. Im Mittelpunkt standen Projekte, die sich an die Zielgruppe „Multiplika-torInnen“ gewendet haben.

Die AbfallberaterInnen haben 2009 hervorragende Arbeit geleistet. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass Österreich in der getrennten Sammlung zu den absoluten Spitzenreitern zählt. Die Auszeichnung als ,AbfallberaterIn des Jahres‘ ist unser Dankeschön für besonderes Engagement“, freut sich ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff und betont die Relevanz der Bewusstseinsbildung bei Multiplikatoren: „Meinungsbildner können Wertvorstellungen in der öffentlichen Meinung nachhaltig verändern und somit Einfluss auf die Einstellung und Verhaltensweise anderer Personen ausüben. Daher ist es besonders wichtig, gerade sie von den Themen der Abfallvermeidung und der getrennten Sammlung von Verpackungen zu überzeugen.“

Die Prämierung der Gewinner fand unter dem Ehrenschutz von Umweltminister DI Niki Berlakovich am 27. Mai 2010 im Zisterzienserstift Lilienfeld, Niederösterreich statt. Die Festreden hielten LR Dr. Stephan Pernkopf von der Niederösterreichischen Landesregierung, Dr. Christian Keri vom Lebens­ministerium, Obmann Bgm. Michael Singraber vom GVA Lilienfeld sowie Bürgermeister Herbert Schrittwieser von der Stadtgemeinde Lilienfeld.

Gold und Silber für die MA 48

Sowohl durch die gezielte Ansprache der Zielgruppe „Multiplikatoren“ als auch durch die kreative Umsetzung konnten sich zwei AbfallberaterInnen von der Wiener MA 48 bei der Jury durchsetzen und belegten gleich den ersten und den zweiten Platz.

Das Siegerprojekt „A wie Abfall“ (Der „Mama lernt Deutsch“-Abfallworkshop) von DI Jenny Unger basiert auf der Idee, in Abfallworkshops Migrantinnen mit den Möglichkeiten der Abfallvermeidung und mit der getrennten Sammlung von Verpackungen vertraut zu machen. Die Projektidee überzeugte vor allem dadurch, dass in vielen Familien mit Migrationshintergrund gerade die Mütter eine zentrale Vermittlerrolle einnehmen. Sie sind der beste Garant für eine nachhaltige und langfristige Bewusstseinsbildung im Bereich der Mülltrennung und Abfallvermeidung.

Der Ansatz, virtuelle Plattformen wie „Facebook“ dafür zu nutzen, gesellschaftlich relevante Abfallthemen am Puls der Zeit an Jugendliche heranzutragen, brachte der MA 48 mit DI Andrea Strießnig und DI Jenny Unger auch den 2. Platz ein.

Täglich werden auf einer eigens angelegten Community „Mist! Die Tonne spricht …“ unter dem Pseudonym „Mist Tonne“ Vermeidungs- oder Trenntipps von einem „sprechenden Müllorakel“ gepostet. Auf humorvolle Art und Weise wird so Mülltrennung als gesellschaftliches Anliegen thematisiert. Fazit der Aktion: Bereits nach 20 Tagen zählten über 300 Personen zum Fankreis der „Müll-Community“.

Den 3. Platz sicherten sich Johannes Weninger und Walter Köstlinger vom Bezirksabfallverband Schärding mit dem Projekt „Lernen und Gewinnen – Umweltbildung in den Gemeinden“.

Sonderprämierung für OÖ Pilotprojekt „ReVital ist genial“

Den Aufbau eines oberösterreichweiten Netzwerks an Sammel-, Aufbereitungs- und Verkaufstellen nahm die ARA zum Anlass, das Projekt „ReVital ist genial“ unter der Leitung von DI Thomas Anderer mit einem Sonderpreis zu küren. An ausgewählten oberösterreichischen Altstoffsammelzentren werden gebrauchte, aber gut erhaltene und einwandfrei funktionierende Elektrogeräte, Möbel, Sport- und Freizeitgeräte sowie Hausrat gesammelt, aufbereitet („revitalisiert“) und als geprüfte Qualitätsware zu besonders attraktiven Preisen zum Verkauf angeboten. Die Aufbereitung erfolgt entweder durch die sozialen Beschäftigungsvereine selbst oder durch qualifizierte Aufbereitungsbetriebe in OÖ.

Auszeichnung für „Langjähriges Engagement“ geht nach Tirol

In der Kategorie „Persönliches Langzeitengagement“ würdigt die Jury dieses Jahr Martin Baumann von der Stadtgemeinde Innsbruck für seinen überdurchschnittlichen Einsatz. Seit vielen Jahren arbeitet Baumann an unzähligen Projekten rund um und für Tirol mit. Während seiner Tätigkeit als Abfallberater und seiner Funktion als Schriftführer des Umweltvereins Tirol und Betreuer der Internetplattform „Umwelt Tirol“, zeichnete er sich durch herausragende Tätigkeiten im Bereich der Umweltbildung im Stadtgebiet Innsbruck und weit über dessen Grenzen hinaus aus.